Herzlich willkommen im Haus der Religionen

Im Haus der Religionen in Hannover haben sich neun Religionen und Weltanschauungen zu einem Ort der interreligiösen Bildung und Begegnung zusammengeschlossen.  Christen,  Juden,  Muslime,  Hindus,  Buddhisten,  Bahai,  Aleviten,  Eziden und Humanisten treten gemeinsam ein für eine Haltung des Respekts und der Achtung des Anderen.

Das Haus der Religionen ist Veranstaltungsort für interreligiöse Begegnungen aller Art. Es ist interreligiöser Lernort für Kinder,  Jugendliche und Erwachsene,  für Schulklassen,  Pädagoginnen und Pädagogen,  Konfirmandengruppen,  für die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Region.  Wir sind überzeugt:  Die Stadt braucht einen solchen Ort, an dem Menschen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften sich kennen lernen und etwas über den Glauben des Anderen erfahren.

 

Aktuell
Vom 2. bis zum 4. August, Montag und Dienstag von 14-17 Uhr und am Mittwoch von 16-22 Uhr veranstaltet das hannoversche Projekt „Platz des Zusammensitzens“ gemeinsam mit dem Haus der Religionen in der Galerie Luise eine Ausstellung mit anschließenden Inputvorträgen und einer Podiumsdiskussion zum Thema „Sitzen in den Religionen“. Dabei geht es vor allem darum, herausfinden, was Sitzen für das Menschsein aus Sicht der Religionen eigentlich bedeutet.

Denn wer weiß schon, wie es sich anfühlt auf einem Gebetsteppich zu sitzen, und einer Koranrezitation zu lauschen und sich bis auf den Boden herunterzubeugen? Oder wie der eigene Körper in der Meditation auf dem Kissen in Schwingung gerät? Dazu wird unsere Ausstellung von Montag und Dienstag von 14-17 Uhr und am Mittwoch von 16-19 Uhr geöffnet sein und Sitzgelegenheiten verschiedener Glaubensgemeinschaften zeigen, auf denen sich die Besucher*innen niederlassen und eine zugehörige Audiodatei dazu anhören können.

Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit, die eigenen Eindrücke und Gefühle mit Licht festzuhalten. Beim sogenannten Light Painting kann man mit verschiedenen Lichtern ein individuelles Bild gestalten und das Ergebnis zusammen mit denen der anderen auf einer Diashow bewundern.

Beim gemeinschaftlichen Zusammensitzen am Mittwochabend von 19-22 Uhr, geht es dann inhaltlich mehr in die Tiefe, wenn einzelne Vertreter*innen verschiedener Religionen etwas über das Sitzen in ihrer Religion erzählen und auch in die Vielschichtigkeit des Phänomens „Sitzen“ eintauchen. Dagmar Doko Waskönig wird über die Gemeinschaftsmeditation im Zen-Buddhismus berichten, Hamideh Mohagheghi über das Zusammensitzen während des Fastenbrechens im Ramadan, Ali Faridi über die Bahá’í-Beratung, ein Mitglied der Kirche Jesu Christi über das weltweite Zusammensitzen während der sogenannten Generalkonferenzen sowie Sören Rekel-Bludau über das Sitzen als theologisches Motiv und seine verschiedenen Deutungen.

Zur Teilnahme an der Abendveranstaltung ist die Vorlage eines aktuellen, negativen Testergebnisses oder der Nachweis über einen vollständigen Impfschutz oder eine erfolgte Genesung erforderlich. Außerhalb des Sitzplatzes ist wenigstens eine medizinische Schutzmaske (OP-Maske) zu tragen.

 

2021 wird das Haus der Religionen neu
Wer das „Haus“ der Religionen kennt, weiß: bisher war es in erster Linie ein Flur mit Dauerausstellung, ein Seminarraum und manchmal der große Saal.

Nun ist es an der Zeit, dass wir die improvisierten Anfänge hinter uns lassen und aus dem Haus der Religionen ein professionelles Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung machen,  mit angemessenen Räumen,  einer neuen,  multimedialen Dauerausstellung und einem hauptamtlichen,  multireligiösen Team.  Dafür wird das Haus seit Ende Juni 2020 vollständig umgebaut.  Während dieser Zeit sind keine Veranstaltungen im Haus möglich. Selbstverständlich sind wir während der Bauarbeiten weiter telefonisch und per Mail zu erreichen. Über die Umbauarbeiten und unsere Veranstaltungen halten wir Sie auf dieser Seite sowie über Facebook auf dem Laufenden.


So könnte es aussehen: Neun Lebenswelten zum Entdecken: Aleviten, Bahai, Buddhisten, Christen, Hindus, Eziden, Juden, Muslime und Humanisten präsentieren sich ab 2021 in der neuen multimedialen Ausstellung.

 

Das Haus der Religionen ist unverzichtbar, ...

„weil es ein lebendiges Symbol für das ist, was Hannover ausmacht: Ein friedliches Zuhause für viele Religionen und Kulturen, die in gegenseitigem Respekt zusammenleben und sich austauschen.“
(Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und Schirmherr des Hauses der Religionen)

„weil es vor allem jungen Generationen ermöglicht, die Weltreligionen und den Wert des friedlichen Zusammenlebens kennenzulernen.“
(Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover)

„weil es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das Wissen zu den verschiedenen Religionen vermittelt, das benötigt wird, um das Zusammenleben zu gestalten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.“
(Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover)

Zuletzt geändert: 30.07.2021 - 13:40